Die Situation
Warum Leichengeruch nicht einfach verschwindet
In Bad Homburg geht es selten nur um eine Wohnung – meist kommen Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus hinzu.
Verwesungsgeruch ist kein oberflächliches Problem. Die geruchstragenden Moleküle sind extrem flüchtig und dringen in jedes poröse Material ein: in Tapeten, Putz, Estrich, Dielen, Teppichkleber, Polster, Vorhänge und sogar in Lüftungskanäle. Deshalb kehrt der Geruch nach dem Lüften oder nach dem Einsatz von Duftsprays regelmäßig zurück – die Ursache sitzt tiefer.
Hinzu kommt ein Effekt, den Betroffene oft beschreiben: Wer sich länger in den Räumen aufhält, nimmt den Geruch irgendwann kaum noch wahr, während Besucher ihn sofort bemerken. Eine Eigenkontrolle ist dadurch kaum möglich.
Eine dauerhafte Geruchsbeseitigung besteht deshalb immer aus zwei Teilen: Zuerst muss die Quelle vollständig entfernt werden – also kontaminiertes Material, das den Geruch nachliefert. Erst danach greifen Verfahren zur Neutralisation der Restgerüche. Wird der erste Schritt übersprungen, ist jedes Mittel verlorene Zeit und verlorenes Geld.